Geschichten eines Helden aus Konoha

Kapitel 2

Narben der Trauer

 

John, Aiko, Keisuke und Kita wurden zu Allererst in das Büro des Hokage gebracht. Tobrama Senju bat die Kinder darum sich zu setzen und versuchte sie zu beruhigen. Alle Vier waren immernoch geschockt von dem Anblick am Morgen und vor allem von den Erlebnissen der Nacht zuvor. Die Kinder zeigten alle verschiedene Reaktionen auf die Tragödie. Im Gegensatz zur Nacht davor, als die Ereignisse noch frisch waren und sie alle, weinend vor Angst und Trauer, nah zusammensaßen, war die Einzige die jetzt noch weinte Aiko. Sie saß auf dem Schoß ihres großen Bruders, vergrub ihr Gesicht in dem Stoff seines Shirts und wurde liebevoll von ihm an sich gedrückt. John hingegen weinte schon lange nicht mehr. Er war erstaunlich ruhig geworden. Zu ruhig wie Tobirama fand, der den Jungen schon eine ganze Weile kannte. Kita war auch ruhiger geworden aber im Gegensatz zu John sagte er wenigstens hin und wieder ein paar Worte. Allerdings merkte man das Kita langsam anfing sich zu verschließen. Keisuke war im Gegensatz zu den Anderen recht offen, redete mit Tobirama und war für seine letzten Verwandten da. Er verbarg seine eigenen Gefühle um für die Drei eine Stütze sein zu können. 
Nach einiger Zeit öffnete sich die Tür des Büros. Hiruzen Sarutobi trat ein und wurde von allen Anwesenden angesehen. Toirama, der vor Johns Stuhl in der Hocke saß, stand nun auf. "Ah da bist du ja" ,sagte der Hokage zu seinem ehemaligen Schüler. Dann sah er von Hiruzen zu den Kindern. Dieser blickte ebenfalls in die jungen Gesichter der letzten Takemuras. John hatte den Blick gesenkt. Er sah auf seine Hände die sanft auf Aikos Rücken ruhten. Er fühlte sich als sei er von einem Nebel aus Trauer und Wut umhüllt worden. Er würde das Gesicht des Mannes der seinen Vater vor seinen Augen getötet hatte nie vergessen. Die Bilder der letzten Nacht gingen ihm wieder durch den Kopf. Die Kämpfe, die Explosionsgeräusche, das Gesicht seines Vaters der vor ihm zusammensackte und starb und das weinen seiner Schwester und seiner Cousins. Johns Hände ballten sich zu Fäusten und er unterdrückte das Bedürfniss zu weinen. Er sah erst auf als Hiruzen zu sprechen began. "Es waren keinerlei Spuren zu finden. Es wirkt fast so als hätte ein Geist dieses Massaker begangen" erklärte dieser dem Hokage ohne den Blick von den Kindern abzuwenden. Tobirama bemerkte den Blick, ging zu Hiruzen und redete etwas Abseits mit ihm. Keines der vier Kinder verstand auch nur Bruchteile des Gespräches. Allerdings waren sie sowieso mit den Gedanken woanders. Nach einigen Minuten kam Tobirama wieder zu den Waisenkindern und fragte sie: "Würde es euch viel ausmachen wenn ihr fortan in zwei verschiedenen Familien zu wohnen? Ihr seid dann auch nicht weit voneinander weg". Er schaute in die Runde. Keisuke und Kita schauten zu John und Aiko. Sie alle verstanden den Grund für die vorgeschlagene Trennung nicht. Trotzdem sah Keisuke in den Augen seines Cousins das dieser einverstanden war sofern Keisuke selbst es auch war. Keisuke sah zum Hokage und sagte knapp: "Einverstanden". Tobirama lächelte leicht und erklärte dann: "Gut. Ihr alle kennt ja Hiruzen Sarutobi. John, ich würde vorschlagen das du und Aiko ab jetzt bei ihm leben. Keisuke und Kita kämen dann bei dem Uchiha-Clan unter". Immernoch schweigend stand John auf und hatte Aiko nun auf dem Arm. Dann ging er zu Hiruzen und sah ihn an. Keisuke und Kita beobachteten die Sache und waren gespannt was John jetzt wohl tun oder sagen würde. "Aiko ist müde. Gehen wir", mehr sagte John nicht bevor er an Hiruzen vorbei ging.
Noch Tage später redete John nur wenn es unbedingt notwendig war. Die einzige Ausnahme war Aiko. Mit ihr redete John sogar recht viel. Hiruzen kam es so vor als würde John nur noch in der Rolle als großer Bruder existieren. Selbst wenn er mit Keisuke und Kita zusammen war redete er kaum. Bei Kita war es ähnlich. Er redete zwar mit den anderen Dreien, aber sobald jemand anderes dabei war verschloss er sich wieder.
Wenn alle schliefen verließ John das Haus. Er brachte sich selbst recht schnell Taijutsu bei und wurde von Nacht zu Nacht besser darin. Wenn es regnete trainierte er sogar noch härter. Irgendwie steigerte der Regen seinen Elan. Ohne das John es merkte wurde ihm jede Nacht von Hiruzen zugesehen. Der junge Shinobi staunte nicht schlecht über die Fähigkeiten des gerade mal vierjährigen Jungen. Trotz seines jungen Alters schien John sein Chakra bereits kontrollieren zu können, denn er versuchte sich nach kurzer Zeit auch schon an Ninjutsu. Er scheiterte zwar jedes mal doch er gab nicht auf. Eines Nachts, als Hiruzen ihm zuschauen wollte, war John jedoch nicht zu sehen. In seinem Bett lag er allerdings auch nicht, dessen hatte Hiruzen sich bereits versichert. Ratlos darüber wo der junge Takemuraerbe sich aufhalten könnte lief Hiruzen durch das nächtliche Konoha um seinen Schützling zu suchen. Nach fast zwei Stunden fand er ihn dann endlich. Der Vierjährige saß im Graß vor dem Steindenkmal, auf dem die Namen von Shinobi standen die ihr Leben für das Dorf geopfert hatten. Der junge Sarutobi verstand nicht warum John da  saß da seine Eltern nicht darauf verewigt waren. Darum setzte er sich erstmal zu dem Jungen und fragte ihn leise: "Was machst du hier John?". John sah weiter auf das Denkmal. Erst nach einigen Minuten des Schweigens ergriff er endlcih das Wort. "Es müsste zwei dieser Denkmäler geben" sagte er und sah dann zu seinem Zihvater der ihn mit leichter Verwirrung ansah. Da John die Verwirrung Hiruzens nicht entging  fuhr er fort: "Das Zweite müsste für Shinobi sein die für ihre Familien gestorben sind. Das ist auch ein ehrenvoller Tod". Nach diesen Worten stand John auf und senkte seinen Kopf woraufhin seine rot-braunen Haare seine Augen verdeckten.  Er sah auf seine Füße. Eine leichte Briese zog auf und nun erhob sich auch Hiruzen. Er legte dem Jungen die Hand väterlich und tröstend auf die Schulter und sagte: "Du hast recht. Das ist auch ein ehrenvoller Tod. Aber so viele Shinobi sterben für ihre Familien indem sie für das Dorf an sich sterben". Er machte eine Pause und fuhr dann fort: "Die Meisten wüden also auf beiden Denkmälern stehen". John hatte verstanden was Hiruzen ihm damit sagen wollte das konnte dieser an seinen Augen sehen. Sie standen noch eine Weile so da. Dann gingen sie schweigend nach Hause.

About Me

JohnTakemura, 35
Neunkirchen/Saar